„Wie, DAS GEHT NICHT …?“

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„Was?? Ihr wollt mit zwei kleinen Jungs und einem Neugeborenen so weit weg fliegen – bis nach Hawaii?“
… Unverständnis … Kopfschütteln … „Das ist verantwortungslos, armes Baby …“, „Über 20h Flug mit 3 kleinen Kindern, sowas tut ihr Euch an?“ …

Wir, Franziska und Hendrik, haben beschlossen, dass es nichts geben soll, das wir „wegen der Kinder“ tun oder nicht tun – wir wollen es MIT den Kindern tun. Außerdem sind wir der Meinung: „Geht nicht, gibt’s nicht“, wir fragen: „Wie kann es gehen?“.

Also durfte unser jüngster Sohn auf Maui „aufwachen“: Seine ersten bewussten Wahrnehmungen der Welt (über das Mama-Universum hinaus) waren warme Sonnenstrahlen, weicher Wind und rieselnder Sand, die auf der Haut kitzelten. Seinen Schlaf begleitete das Rascheln der Palmblätter, das Tschirpen der Geckos und die Rufe der Keokeo Birds. Die Luft roch nach regennasser Lavaerde, nach Papaya, Banane, Ananas und Lilikoi.
Maui ist Leben.

Die Entscheidung es „trotzdem“ zu tun, war ein Gewinn – für jeden einzeln und für uns als Familie. Wir sind damals zusammen gewachsen und zusammengewachsen, weil wir uns die Zeit geschenkt haben, uns als Familie neu zu finden. Wir haben die besondere Maui-Energie aufgenommen, diese erdende und belebende Kraft, die von ihr ausgeht.
Irgendwie befreit Maui den Geist, macht die Gedanken flexibler und lässt neue Ideen wachsen. Zurück in Deutschland haben wir viel in unserem Leben verändert. Wir haben innerhalb von 6 Wochen ein tolles Haus gefunden und sind umgezogen, haben unsere Firma umstrukturiert und sie weiter entwickelt. Es ging plötzlich leicht.
Maui ist Inspiration.

Das „arme Baby“ ist heute 6 Jahre alt und kommt in wenigen Wochen in die Schule. Tief in seinem Inneren hat er seine ersten Empfindungen bewahrt, denn er hat Worte dafür. Unser ältester Sohn ist mittlerweile in der Pubertät und unser mittlerer Sohn kurz davor. Was blieb ist, dass die Brüder sich lieben – immer noch und mehr denn je. Wir sagen uns oft: „Ich liebe Dich! Schön, dass Du da bist!“
Maui ist Liebe.

Gründe gegen ungewöhnliche Vorhaben mag es viele geben, vielleicht sogar mehr als dafür sprechen. Letztendlich ist die Gewichtung der Argumente ausschlaggebend, sowie der eigene Standpunkt: Lass ich mein Leben von den Umständen bestimmen oder bestimme ich die Umstände meines Lebens? Erlaube ich mir, mir meine Wünsche zu erfüllen, und meine Träume Wirklichkeit werden zu lassen? Stehe ich mir zu, glücklich und erfüllt zu leben?

Unsere Antwort: Wir sind gerade wieder auf Maui. Dieses Mal sogar 2 Monate und während der Schulzeit. Wie, DAS GEHT NICHT?

Franziska und Hendrik Baumhöfener mit Jonathan, Hannes und Lasse aus München.


Anja Kern